Peter Roseggers Waldheimat

31. März, 2018

Peter Rosseggers Waldheimat

Peter Rossegger zählt für mich zu einem der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller und zu einem Symbol für die Steiermark.

Geboren wurde er im Jahr 1843 im Kluppeneggerhof, einem Bergbauernhaus, bei Alpl in der Steiermark auf 1155 m Seehöhe.

Die Rauchkuchl, auf dem 5. Bild, war zentraler Raum: hier wurde gekocht und gearbeitet. Einfache Gegenstände aus dieser Zeit können hier betrachtet werden. Fasziniert hat mich zum Beispiel wie damals für Licht gesorgt wurde: ein einfacher Kienspanhalter hellte die Räumlichkeiten auf. Das aber auch nur schwach. Dennoch schrieb Peter Rossegger in dem Schein dieses Lichts seine Geschichten und Gedichte. Kerzen waren damals unbezahlbar.

In der großen Stube steht das Bett der Eltern des Dichters. Am Betthaupt lesen wir IHS und 1842. Das ist das Jahr der Hochzeit von Maria und Lorenz Rossegger. Wir können uns heute kaum noch vorstellen, dass in diesem Bett zwei Menschen genügend Platz gefunden haben. Die jüngsten Kinder durften in einer Bettausziehlade schlafen. Der Rest der Familie, die älteren Kinder, die Knechte und Mägde schliefen am ungeheizten Dachboden, auf der Ofenbank oder im Stall bei den Tieren. Bei so kalten Wintern wie dem vergangenen gar nicht auszudenken.

Nach 18 Jahren hat es mir hier wieder sehr gut gefallen. Ein idyllischer Ort, der zum Entschleunigen und Nachdenken einlädt. In unserer heutigen Zeit führen wir ein ganz schön luxuriöses Leben und sind oft unzufrieden. Erst ein Blick in dieses Haus vermittelt einen guten Eindruck, wie einfach man damals gelebt hat und lässt einen bescheiden werden.

Galerie