Auf der Teichalm

20. - 21. Mai, 2018

Auf der Teichalm

Manchmal kommt es einfach ganz anders als erwartet...

Der Frühling ist für mich eine der schönsten Jahreszeiten. Die Natur erwacht nach kalten Wintermonaten zu neuem Leben, das Grün ist saftig und das Licht mit etwas Glück schön weich.

Mein Pfingstwochenende habe ich auf der Teichalm verbracht. Dieses Gebiet 30km nordöstlich von Graz wird auch als Sommeralm bezeichnet. Kein Wunder, wenn man erst mal sieht wie schön hier alles auf den Wiesen schon im Mai blüht.

Ein schöner Ausblick auf die Teichalm bietet sich vom Hochlantsch an. Dieser nicht schwer zu besteigende Berg mit 1720m ist der höchste Berg im Grazer Bergland. Vom Parkplatz Teichalm erreicht man den Gipfel in rund 2,5 Stunden. Das Wetter am Tag meines Aufstieges ist sehr bedeckt. Doch das stört nicht. Am Weg zum Gipfel begegne ich einem aufgeregtem jungem Paar. "Oben seien 12 Steinböcke aus nicht einmal 10 Metern zu bestaunen"! Das macht schon mal Laune und den Weg nach oben wesentlich kürzer :). Oben angekommen sind es zwei Steinböcke, die sich dem "Publikum" präsentieren. Ein schöner Anblick und das aus wirklich nächster Nähe.

Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist durch die Wolkendecke nicht frei, aber dennoch beruhigend. Nach einer kurzen Jause geht es wieder talwärts. Immer noch voll mit schönen Eindrücken, bemerke ich zunächst nicht ein Geräusch, das aus dem Geäst eines kahlen Waldes kommt. Den Blick auf den Weg gerichtet vernehme ich dieses eigenartige Geräusch abermals. Ein schneller Blick verrät mir, dass es sich um einen "schwarzen Fleck" handelt. Erst jetzt dämmert mir, wer da für Unruhe sorgt: es ist ein balzender Auerhahn, der sein Revier verteidigt. Ich kann es kaum fassen, dieses Tier wollte ich schon lange sehen und noch viel lieber einmal fotografieren. Nach ein paar Fotos wird klar, dass dem Tier nicht zu spaßen ist. Es bewegt sich immer näher auf mich zu, was wohl daran liegt, dass es blind vor Testosteron ist. Ich bin noch immer ganz beeindruckt, als ich beschließe weiterzugehen, um das Tier zu beruhigen.

Das war echt ein tolles Erlebnis. Wenige Minuten später beginnt es wie aus Eimern zu schütten. Perfektes Timing und doch ganz anders als erwartet ;-).

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